Denise – Outdoor Shooting

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Underground Wuppertal

Meine Freundin und musikalische Beraterin Jen Majura (EVANESCENCE-Knorkator-Doz of Hell) lud mich zu einem Konzert ihrer Band Doz of Hell ins bergische Wuppertal.

Freitagabend, ein lange Arbeitswoche in den Knochen, eigentlich keine Lust und Energie mehr, aber ich hatte meinem Freund Klaus einen wunderbaren Abend mit drei erstklassigen Bands in Aussicht gestellt.

Von Stromberg bis Wuppertal sind es knapp 100 km, aber egal, Jen war gerade aus den USA von einer Tour mit der Band EVANESCENCE zurück, ich freute mich auf ein Wiedersehen, immerhin 7 Wochen war Sie unterwegs. Auch der Rest der Band ist grundsymphatisch, allesamt Dozenten der Music School Brilon, also daher das DOZ in Doz of Hell.

Den Abend eröffnete der brillante Gitarrist Adrian Weiss mit seinem Trio, instrumentale Metal Stücke,das release Konzert zum neuen, dem dritten Album ‚Criminal Record‘,welches am Vortag erschien.

Danach spielte Jen Majura mit Doz of Hell ein fulminantes Set, Thomas Brucke (LICHTGESTALT) am Schlagzeug, Matthias Degener an der Gitarre, Jens Ulrich Handreka (u.A: Richie Arndt) am Bass sowie Jen an der Gitarre und als Sängerin. Sie spielen Stücke aus Jen Majuras Soloalbum sowie abgefahrene Titel von den Winery Dogs, EXTREME oder Freak Kitchen, harter Tobak für alle angehenden Musiker, aber auch für Profis. Feines auf die Ohren also.

Den Abend organisiert hat die Band Lion Twin, female fronted Metal um die stimmgewalige Frontfrau Liane Vollmer, straighter Metal, hart und gekonnt ins Publikum geballert, feine Sache! Sie waren bereits mit RAGE auf Tour und haben ihr Album Nashville im Gepäck, bei dem Teutonen-Metaller-Urgestein Udo Dierkschneider einen Song gesanglich begleitet.

Doch was ist mit der Wuppertaler Metalszene los?

Kaum zahlendes Publikum im Laden,leider! Ein Fotograf in der Runde meinte lapidar:

‚Mehr Fotografen als Publikum‘

wobei ALLE Fotografen des Abends Eintritt gezahlt haben,Ehrensache!

Das hat KEINE der Bands verdient.Gefühlt waren mehr Fans wie wir von weit her angereist, als das Wuppertaler an Bord des Underground waren. Das stimmt mich nachdenklich, und Ausreden, warum nix los ist,die gibt es in jeder Jahreszeit                        (hier: Weihnachtsfeier und Weihnachstmarkt)

Schade, das Underground hat seinem Namen alles Ehre gemacht, die Kritik geht hier aber AUSDRÜCKLICH NICHT an den Veranstalter oder die Bands, die Frage ist, warum manche Leute den Hintern nicht hoch bekommen, wenn solch ein fantastisches Programm zu einem schmalen Taler geboten wird? VVK 8€ AK 12€.

Also: Metal Up your ASSES und geht auf mehr Konzerte!

Es war ein toller Abend!!!